Mogogo (2. Besuch), Karlsruhe


Über das afrikanische Restaurant Mogogo haben wir bereits geschrieben, allerdings war das schon vor einer Weile. Diese Woche wurde beschlossen, mal wieder ins Mogogo zu gehen und zu testen, ob das Restaurant immer noch gut ist. An diesem Sonntag stellten wir fest, dass sich beim Mogogo nichts geändert hat: Dasselbe afrikanische Interieur, derselbe freundliche Besitzer und der etwas lockere Service (wie ich schon erwähnt habe, muss man ins Mogogo Zeit mitbringen, da hier nichts schnell geht).

Als wir mit unserer Gruppe von 7 Personen eintrafen wurden uns genau die gleichen Speisekarten wie bei unserem letzten Besuch angeboten und wir durften uns leckere afrikanische Gerichte aussuchen. Die Preise und die Gerichteauswahl haben sich beim Mogogo nicht geändert: Preislich liegt das Restaurant in mittlerem Bereich und die Auswahl ist immer noch sehr umfangreich.

Als Vorspeise hat mein Fuchs ein Gibna (5,50€) bestellt und ich wollte einen kleinen Salata Khurtum (5,50€) haben. Für den Hauptgang entschied ich mich für ein Couscous Begi (15,80€) und Fuchs sich für ein Beray Derho (15,50€). Dazu bestellte ich mir einen afrikanischen Rotwein (0,25l – 4,80€) – was auch immer das sein soll und ein großes Wasser (wie immer bei Mogogo aus der Leitung, was mich einfach irritiert). Fuchs wollte nur ein kleines Radler haben (0,33l – 2,80€), da er noch fahren musste.

Als unsere Vorspeisen serviert wurden stellten wir fest, dass Gibna und Salata Khurtum sehr ähnlich sind: Beide bestanden aus Schafskäse, Tomaten, Oliven, Zwiebeln und Gurke, alles mit Öl-Essig-Dressing. Der Unterschied waren nur Karotten, die sich in meinem Salat befanden. Beide Salate waren frisch und lecker, obwohl wir schon besseren Schafskäse und Soßen probiert haben.

Was meinen Wein angeht, muss ich ehrlich sagen, dass ich ihn absolut ungenießbar fand, aber viel habe ich nicht erwartet. Ich habe schon vielmals gelesen und gehört, dass es gute afrikanische Weine gibt, aber bis jetzt habe ich bedauerlicherweise keinen aus dieser Kategorie erwischt. Frankreich, die USA, Spanien, Italien und Australien produzieren hervorragende Rotweine; Portugal, Chile, die Schweiz, Kanada, Argentinien und Griechenland können auch sehr gute Rotweine liefern, allerdings habe ich bis jetzt noch nie einen afrikanischen oder deutschen Rotwein getrunken, den ich wirklich genießen konnte. Angeblich werden in Israel sehr interessante Rotweine produziert, aber dies kann ich nicht bestätigen, da ich leider noch nie einen israelischen Rotwein getrunken habe.Wahrscheinlich muss ich mal meinen Fuchs bitten, bei Gelegenheit etwas Anständiges zum Probieren von seinen Geschäftsreisen mitzubrignen, da die Sache mich sehr interessiert.

Unsere Hauptgerichte wurden alle relativ flott serviert. Dieses Mal wollte ich im Mogogo den Couscous testen, da das Gericht typisch für die arabische und die nordafrikanische (und mittlerweise französische) Küche ist. Couscous wird aus befeuchtetem und dann zerriebenem Hartweizengrieß (seltener Hirse oder Gerste) hergestellt. Couscous wird nicht gekocht, sondern gedämpft und ist ein Hauptbestandteil von vielen Fleisch und Gemüse Gerichten. Mein Gericht bestand aus Couscous mit Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und Paprika, gebratenem Lammfleisch, gemischtem Gemüse (gekochte Karotten und Kartoffeln), roten Linsen, Grünkohl und Okra-Schoten. Den Couscous fand ich sehr gut, obwohl ich kein großer Fan von diesem Gericht bin, aber er wird im Mogogo genau richtig zubereitet. Das Lammfleisch war lecker und zart, aber etwas fettig und ich vermute nicht besonders hochwertig. Ich habe mein Gericht scharf bestellt, aber leider kam es nur Deutsch-scharf und nicht wirklich scharf – das muss ich bei der nächsten Bestellung explizit sagen, da die meisten Kunden mit scharf einfach leicht pikant meinen. Alle Gemüse fand ich sehr schmackhaft und zum Rest wunderbar passend. Sogar die Okra-Schoten, die ich in der Regel nicht esse. Okra (auch Ladyfingers, Gemüse Eibisch und Griechenhorn genannt) ist eine aus Äthiopien stammende Gemüsepflanze, die ca. 10 cm lange grüne Schoten mit vielen weißen Samen hat. Geschmacklich ist Okra definitiv nicht jedermanns Sache, aber dieses Mal schmeckten mir die Schoten. Mein Couscous-Teller hat mich pappsatt gemacht – ich konnte mich kaum bewegen, von Nachtisch konnte keine Rede sein.

Mein Fuchs war mit seinem Gericht sehr zufrieden: Rindfleisch und Hähnchenschenkel, dazu ein Ei, Okra-Schoten, rote Linsen und Grünkohl, gemischtes Gemüse und Ingera – alles fand er köstlich. Wie immer hat er beim Afrikaner mit den Fingern gegessen und meinte, dass es besser schmeckt.

Wer einfach und lecker afrikanisch essen möchte, dem kann Alphafuchs das Mogogo nur empfehlen. Die Preise sind durchschnittlich, dass Essen ist nicht kompliziert, aber köstlich. Die Bedienung ist sehr freundlich und locker, aber etwas langsam. Den Wein kann ich leider keinem Empfehlen – am besten bleibt man bei alkoholfreien Getränken oder Bier. Das Tafelwasser aus der Leitung begeistert mich auch nur begrenzt, aber das Mogogo ist halt ein einfaches Restaurant, viel kann man nicht verlangen. Genauso habe ich die Vermutung, dass die Zutaten qualitativ nicht besonders hochwertig sind, allerdings ist alles lecker zubereitet und schmeckt.

Alpha/Fuchs Gesamtnote
Restaurant-Kategorie
Essen
Ambiente
Service
Preis/Leistung


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Mogogo
Stephanienstraße 2a
76133 Karlsruhe
Telefon: 0721/1208000
http://restaurant-mogogo.de

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