Zum Ritter (2. Besuch), Karlsruhe

N.B. Leider gibt es für diesen Bericht keine Fotos, da ich einen Festplattencrash hatte.

An diesem Abend haben wir wieder unser ¨Lieblingsrestaurant” Zum Ritter besucht. Ein Jahr früher war uns das Lokal durch Unfreundlichkeit und Unflexibilität aufgefallen und sorgte immer wieder für Gesprächsstoff. Natürlich haben wir dieses Mal unseren Schlemmerblock nicht vergessen, da nach unserem letzten Besuch entschieden wurde, dieses Restaurant nur mit einem Gutschein aufzusuchen.

Wie immer gab es kein Problem, einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe des Restaurants zu finden. Willkommen in Mühlburg – das ist der eindeutige Vorteil der Lage. Einen Tisch werktags zu bekommen stellte ebenfalls kein Problem dar, obwohl wir nicht reserviert hatten. Flott wurden uns die Speisekarten gebracht und die erste Sache, die mir auffiel, waren die vielen Tippfehler. Die Karten waren, wie üblich bei mittelständischen Italiener, sehr umfangreich: Pizza, Pasta, Fisch und Fleisch – alles vorhanden. Nach kurzer Überlegung entschied sich Fuchs für die Kalbsmedaillons mit Pfifferlingen und Nudeln (22,50€) aus der Wochenkarte und ich musste mit einem Rumpsteak vom Grill (14,90€) vorlieb nehmen, da sie kein Rinderfilet mehr hatten. Dazu gab es einen Insalata Mista (groß € 5,20), eine große Flasche stilles Wasser (0,75l – 5€) und eine Apfelsaftschorle für Fuchs (0,4l – 3,30€). Als Vorspeise teilten wir ein Carpaccio vom Rind (13,00€) und einen Insalata Caprese, der komischerweise „Mozzarella mit Tomaten“ hieß (7,50€). Die Kunden in Mühlburg verstehen es wohl sonst nicht.

Unsere Getränke wurden schnell serviert und es überraschte mich etwas, dass ein italienisches Restaurant Black Forest als Wasser anbietet. Ich habe mit Acqua Panna, Santa Vittoria oder einem anderen italienischen Wasser gerechnet.

Die Vorspeisen wurden relativ flott serviert, allerdings nicht gleichzeitig. Der Insalata Caprese wurde mit Mozzarella aus Kuhmilch gemacht und weswegen er für mich nicht interessant war. Ich bin immer noch überzeugt, dass richtiger Mozzarella nur aus Büffelmilch gemacht werden sollte. Das Carpaccio hat mir gut geschmeckt – dünnes Rindfleisch mit Rucola und Parmesanstreifen. Mild und lecker vom Geschmack. Das war das einzige Gericht an diesen Abend, das mir wirklich gut schmeckte. Leider habe ich davon nur wenig erhalten, da ich die Vorspeise teilen musste. Der Insalata Mista wurde auch als Vorspeise gebracht, obwohl wir ihn als Beilage zum Hauptgericht haben wollten. Der gemischte Salat der Saison war frisch, allerdings schmeckte das Dressing wie reiner Essig. Natürlich ist es eine Geschmackssache, aber so konnte ich den Salat kaum genießen.

Später (wieder nicht gleichzeitig) wurden unsere Hauptgerichte serviert. Seine Kalbsmedaillons mit Pfifferlinge fand Fuchs lecker und war sehr zufrieden. Die Pasta schmeckte ihm auch. Leider war ich von meinem Rumpsteak nicht so überzeugt, da es einfach zäh schmeckte. Mit gleichem Erfolg konnte ich an einer Schuhsohle kauen, worauf ich definitiv keine Lust hatte. Aber wie wir alle wissen, sind die Geschmäcker unterschiedlich: Fuchs bekam den Rest des Rumpsteaks und fand es sogar gut, weil er die andere Seite erwischte, die zarter war. Vielleicht verlange ich von einem Stück Fleisch zuviel. Beim nächsten Mal lasse ich es zurückgehen.

Es gab zwei Sachen, die mich im Zum Ritter faszinierten: Erstens, die Bedienung schaffte es nicht, unsere Bestellungen gleichzeitig zu servieren (weder die Vorspeisen noch die Hauptgerichte). Zweitens, alles in dem Lokal kostet extra. Für Pizza Extra-Zutaten muss man zahlen, für Beilagen auch – das kann ich nicht leiden. Es wundert mich, dass sie kein Extra Geld für Dressing oder Soßen verlangen, aber vielleicht kommt es noch.

Fazit: Auf Fleisch und Salat (dank Essig-Pur Dressing) im Restaurant Zum Ritter kann man sicherlich verzichten. Meine Begeisterung von der Bedienung hielt sich auch in Grenzen: Besonders freundlich und hilfsbereit waren sie sicherlich nicht. Als wir am Schluss zahlen wollten, wurden wir einfach ignoriert. Ohne einen Gutschein werde ich in diesem Lokal bestimmt nicht auftauchen und mit einem Gutschein soll man am Besten Pizza bestellen. Last but not least: Dieses Mal wurden die Gutscheine ohne Probleme (aber natürlich ohne Begeisterung) angenommen.

Alpha/Fuchs Gesamtnote
Restaurant-Kategorie
Essen
Ambiente
Service
Preis/Leistung


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Zum Ritter
Hardtstraße 25
76185 Karlsruhe
Telefon: +49 0721 551455
http://www.restaurant-ritter.de

2 thoughts on “Zum Ritter (2. Besuch), Karlsruhe

  1. Ich halte den Ritter für einen der besten Italiener in KA-West und wir sind häufig dort. Von daher tut es mir leid, daß Ihr dort zweimal enttäuscht wurdet. Wenn sich ein Restaurant über 10 Jahre halten kann, spricht das für dich in dieser schnellebigen Branche. (Im Inka habe ich mal gelesen, daß sich Gastronomie in KA im Schnitt 3 Jahre hält.) Und wie überall weiß man als Stammgast, was man dort essen kann oder was nicht so gut.

    Also das Salatdressing im Ritter, das Euch zu sauer war, ist ein ziemlich einmaliger Himbeer-Essig, den ich immer noch ausschlotzen könnte!
    Und beim Ritter ist halt die Pizza ein Muß! Das Thema ist zwar überstrapaziert und heiß diskutiert, aber für uns eine der besten in KA (zusammen mit La Terrazza und Dolce Vita).

  2. Ich habe jahrelang in Mühlburg gewohnt und nach dem zweiten Besuch das Restaurant gemieden. Habe nie verstanden wieso es die Leute dort hin gezogen hat. Für mich ein durchschnittliches italienisches Restaurant, welches ein etwas uriges Ambiente besitzt aber nicht mit freundlichem Personal glänzt.

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